SANIEREN RECHNET SICH OFT NICHT



txn. Das anhaltend niedrige Zinsniveau ermöglicht es vielen Menschen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Wegen der hohen Nachfrage nach Wohnraum steigen die Preise für Bestands­immobilien jedoch seit Jahren. „Bevor Verbraucher viel Geld in eine alte Wohnung oder ein betagtes Haus investieren, sollten sie sich Gedanken über die Folgekosten, die Wertstabilität und die Nutzbarkeit im Alter machen“, erklärt Bernd Hütter, Geschäftsführer der Dornieden Generalbau GmbH. „Berücksichtigt man diese Faktoren, ist der Kauf einer modernen Immobilie auf lange Sicht meist sinnvoller.“ Zwar koste eine Gebraucht­immobilie auf den ersten Blick oft weniger als ein energieeffizienter Neubau. „Mit Blick auf die energetischen Standards sind die für Altbauten verlangten Preise oft nicht zu rechtfertigen - von den Folgekosten durch Renovierungen sowie Umbauten für barrierearmes Wohnen im Alter ganz zu schweigen“, erklärt Hütter. Prinzipiell könnten Eigentümer Bestandsimmobilien mit beispielsweise sehr schlechten Dämmeigenschaften natürlich vollständig energetisch sanieren. Meist rechneten sich kostspielige Maßnahmen wie eine Fassadendämmung jedoch erst nach mehreren Jahrzehnten.

„Auch nach einer energetischen Sanierung haben Altbaukäufer im Endeffekt zudem weiterhin eine betagte Immobilie, die den heutigen Ansprüchen an Architektur, offene Grundrisse und Wohnkomfort in der Regel nicht mehr gerecht wird“, gibt Hütter zu bedenken.